Alles andere als oberflächlich

Die Oberflächentechnik ist ein wichtiger Bereich in der Fertigung von Anton Paar. Nun hat der erste Lehrling diese vielseitige Ausbildung abgeschlossen.

Obwohl Oberflächentechnikerin / Oberflächentechniker schon einer der älteren Lehrberufe ist, kennen die meisten Leute dieses Handwerk gar nicht. Im Hause Anton Paar kommen Oberflächentechnikerinnen und Oberflächentechniker täglich zum Einsatz: Sie sind für die Veredelung von Metall- und Kunststoffteilen zuständig. So auch Astrid Friessnegg.

Erster Lehrling in diesem Bereich

Astrid hat gerade ihre Lehre zur Oberflächentechnikerin bei Anton Paar abgeschlossen. Hinter ihr liegen dreieinhalb spannende Jahre, in denen sie sich intensiv mit dem Handwerk beschäftigt hat. Zu ihrer Ausbildung ist Astrid allerdings über Umwege gekommen. „Ich war Floristin, wollte aber etwas Neues probieren. Über einen Kurs wurde mir klar, dass ich gerne etwas Handwerkliches und mit Metall machen möchte“, erzählt sie. Bei einer Berufsmesse hat sie erste Kontakte zum Unternehmen Anton Paar geknüpft und sich schließlich beworben.Damit war sie der erste Anton Paar-Lehrling in diesem Bereich. „Wir haben aktiv nach einem Lehrling in der Oberflächentechnik gesucht, weil es ein sehr wichtiger Produktionsschritt bei uns im Haus ist“, erzählt Astrids Ausbilder Bernhard Rauch. 

Handwerk trifft Wissen

Auf den ersten Blick steckt vor allem viel Handwerk in der Oberflächentechnik: Die Lehrlinge müssen sich mit dem Schleifen, Polieren, Strahlen, Entgraten und Reinigen von Metallen sowie auch mit Kunststoffen beschäftigen. Sieht man genauer hin, erkennt man auch das große Wissen, das Lehrlinge in diesem Bereich mitbringen müssen. Oberflächentechnik-Lehrlinge arbeiten auch mit Säuren und Laugen und müssen sich daher sehr gut in Chemie auskennen, damit sie wissen, wie verschiedene Stoffe miteinander reagieren. Auch sehr viel Feingefühl, ein gutes Sehvermögen sowie Genauigkeit und sorgsamer Umgang mit den einzelnen Fertigungsteilen müssen die Lehrlinge mitbringen.Neben dem enormen Wissen im chemischen Bereich liegt die Herausforderung für Oberflächentechnik-Lehrlinge bei Anton Paar in der Teilevielfalt. „Bei uns müssen in kurzer Zeit sehr viele verschiedene und oft auch sehr kleine Teile bearbeitet werden“, erklärt Bernhard Rauch. Langeweile gibt es hier nicht.

Weitere Lehrlinge in Ausbildung

Nach ihrem Lehrabschluss hat Astrid nun noch mehr Eigenverantwortung und darf ihre Arbeiten selbstständig erledigen. In naher Zukunft will sie vielleicht sogar die Meisterprüfung ablegen. Und was rät Astrid den zukünftigen Lehrlingen im Bereich der Oberflächentechnik? „Man muss handwerkliches Geschick mitbringen, genau arbeiten und vor allem immer volle Leistung bringen und gerne arbeiten!“ Astrid war Wegbereiterin – nun folgen zwei weitere Lehrlinge ihrem Ausbildungsweg.